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Unser Bildungsverständnis

Pädagogische Leitlinien

Der AWO Hort Am Schloss versteht sich als familienergänzende und familienunterstützende Einrichtung zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Schulkindern.

Wir sehen das Kind als handelndes Wesen, als Akteur seiner Entwicklung, die nach allen Seiten offen ist. Welchen Weg das Kind gehen wird, ist im hohen Maße von der Qualität der Erlebnisse, der Kontakte und der Vorbilder abhängig. Die pädagogischen Mitarbeiter*innen dienen den Schulkindern, durch ihr bewusstes Handeln, als ein solches Vorbild. Sie nehmen die Kinder in ihrem Wesen an und begleiten sie in ihrer individuellen Entwicklung.

Um die Familienerziehung zeitgemäß und bedürfnisorientiert zu unterstützen, ergeben sich die folgenden Ansätze für uns:

  • Die Kinder zu Eigenverantwortlichkeit und zum selbständigen Denken anzuregen,
  • den Kindern zu helfen, die Fähigkeit zu entwickeln, ihren Lebensweg selbstbewusst und selbstbestimmt zu gehen,
  • die Ausdrucksfähigkeiten der Kinder zu erweitern,
  • den Kindern Zeit und Raum zu bieten, unterschiedliche soziale Kontakte zu knüpfen und Erfahrungen für sich und mit anderen zu sammeln,
  • die Kinder in ihrem ureigenen Drang als „Forscher und Entdecker“ zu unterstützen,
  • vielseitige Bewegungsangebote zu machen, die den Kindern zu einem besseren Körpergefühl verhelfen und es ermöglichen, Spannungen und Aggressionen abzubauen,
  • soziales Verhalten der Kinder zu fördern und ihnen zu helfen, soziale Werte (z.B. Toleranz, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft) zu verinnerlichen.

Geschlechtersensible Erziehung

Die Gleichberechtigung der Geschlechter - innerhalb wie außerhalb der Einrichtung - ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Die Bildungsleitlinien für Kindertagesstätten des Landes Schleswig-Holstein geben vor, die Kinder möglichst wenig mit Stereotypen zu konfrontieren und dem Individuum möglichst viele Entfaltungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Ganz in diesem Sinne erhalten die Kinder bei uns dieselben Möglichkeiten, sich gemäß ihrer Interessen zu entwickeln. Dies bedeutet nicht Gleichmacherei: Die Kinder können sich „typisch“ für ihr Geschlecht verhalten oder davon abweichen. Wir akzeptieren sie, wie sie sind, und fördern die Kinder in ihren Neigungen, so gut wir können.

Partizipation

Partizipation heißt Teilhabe und Mitbestimmung - und beschreibt einen Bestandteil in der Offenen Arbeit. Die Inhalte der Mitbestimmung können von allgemeiner und projektspezifischer Natur sein. Wir unterstützen Kinder darin, sich für das Einsetzen ihrer Bedürfnisse und Interessen stark zu machen. Dabei finden sich die pädagogischen Fachkräfte in der Rolle als Begleiter*innen, Lernpartner*innen, Zuhörer*innen, Unterstützer*innen und Berater*innen wieder.

Mitgestaltung und Mitbestimmung von Kindern für Kinder findet damit punktuell in vielfältigen Bereichen statt. Die offene Arbeit im Hort ermöglicht den Kindern, jeden Tag selbstbestimmt ihren Alltag zu strukturieren und zu gestalten. Dadurch erlernen sie Selbstständigkeit und dass ihre Meinung gehört, wahrgenommen und berücksichtigt wird.

Kinderschutz

Schutzrechte sind Kinderrechte. Das körperliche, geistige und seelische Wohl der Kinder zu schützen, ist uns in unserer pädagogischen Arbeit ein Anliegen – immer mit dem Ziel, mit allen Beteiligten präventiv, unterstützend und schützend zu handeln. Das „Schutzkonzept der AWO Soziale Dienstleistungen gGmbH“ dient dafür als Leitfaden. Beim Umgang mit Gefährdungssituationen schafft es Transparenz und Klarheit, stellt Inhalte und Abläufe bei Kindeswohlgefährdung dar und stellt Hilfen in belastenden Situationen zur Verfügung.

Inklusion

Wir verstehen Inklusion als Teilhabe aller Familien, unabhängig von Kultur, Behinderung, Geschlecht, Sprache, Religion, sozialen Bedingungen, ökonomischen Voraussetzungen, sexueller Identität und weiteren individuellen Merkmalen. Das bedeutet, dass kein Mensch ausgeschlossen sein soll. Daher ist es unser Ziel, unser System an die Bedürfnisse von Menschen anzupassen.

Die Vielfalt an Kindern in unserer Einrichtung bereichert und gestaltet ein gemeinsames Miteinander. Wir möchten jedem einzelnen Kind vielfältige und der Entwicklung angemessene Erfahrungsmöglichkeiten im Bildungsbereich, sowie im sozialen Miteinander anbieten können. Dies befähigt Kinder zur Kooperation im täglichen Zusammenleben.

Nachhaltigkeit

Wir vermitteln den Kindern Umweltbewusstsein und bringen ihnen die Natur nahe. Deswegen versuchen wir, die Kinder zu einem sparsamen Verbrauch von Rohstoffen zu animieren. Beispielsweise basteln die Kinder zu einem großen Teil mit aussortierten Verbrauchsmaterialen der Familien und Mitarbeiter*innen, sowie mit selbst gesammelten Naturmaterialen. In den Ferien bieten wir den Kindern gerne Projekte in der Natur an, wie beispielsweise Spaziergänge oder ein Bienenprojekt, bei dem sie alles rund um das Bienenvolk und das Umfeld der Tiere erlernen. Außerdem achten wir in der Einrichtung auf eine Mülltrennung.