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Bildungsauftrag

„Bildung ist das was übrig bleibt, wenn wir vergessen haben, was wir gelernt haben.“ George Savile Halifax.

Der Bildungsauftrag in Kindertageseinrichtungen ist seit einigen Jahren fester Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit. Bildung ist der umfassende Prozess der Entwicklung und Entfaltung derjenigen Fähigkeiten, die Menschen in die Lage versetzen, zu lernen, Leistungspotenziale zu entwickeln, zu handeln, Probleme zu lösen und Beziehungen zu gestalten ,mit dem Ziel sich die Welt anzueignen und sich somit als Teil eines Ganzen zu sehen. Sie meint nicht ein von außen Hineinstopfen vorbestimmter „Bildungsinhalte“.

Bildung kann nicht erzeugt

oder gar erzwungen werden, sondern angeregt und ermöglicht werden. Die Kinder machen sich über ihre Sinneserfahrungen und ihr Handeln ein Bild von der Welt, entwickeln innere Strukturen, auf denen alles spätere Denken und Fühlen der Kinder aufbaut. Die Aneignung von Welt ist eine Aktivität der Kinder, die niemand für sie übernehmen kann.  

Kinder wollen lernen

Bildung ist keine nur von den Erwachsenen ausgehende Aktivität, sondern als Selbst-Bildung der Kinder zu verstehen. Dazu bedarf es sicherer und positiv besetzter Bindungen zu den Erwachsenen in der Kindereinrichtung. Wichtige Ausgangspunkte für stattfindende Bildungsprozesse bei Kindern sind ihr Entwicklungsdrang, ihre kindliche Neugier und Entdeckungsfreude. Aus dieser Neugier der Kinder heraus entstehende Fragen greifen wir auf und gehen ihnen nach.

Selbstbewusste Kinder

Unser Verständnis von Bildung soll zur Entwicklung autonomer, selbstbewusster Individuen beitragen. Bildung ist für uns die Vorbereitung auf die Zukunft und dient gleichzeitig der Orientierung in der Welt. Sie wird von uns, als ganzheitliche Anregung aller Kräfte in der Entfaltung der Persönlichkeit und als Einheit von sozialem und kognitivem, motorischem, kreativ- gestaltendem und wahrnehmungsförderndem Lernen, verstanden. Bildung ist eine lebenslange Aufgabe, die mit der Geburt beginnt und nie endet. Unser Bildungsverständnis ist es auch, den Kindern in ihrer kindlichen Entwicklung eine förderliche „Bildungswelt“ zu gestalten.

Das bedeutet für uns:

  • Kinder an der Planung des Gruppenalltags und der sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen- Partizipation
  • Grenzen zu setzen, Orientierungen für das Zusammenleben auch über Werte und Normen zu vermitteln
  • eine anregungsreiche Lernumwelt zu schaffen, die alle Sinne und Interessen der Kinder ansprechen -Gestaltung der Räumlichkeiten in Funktionsbereiche
  • mit Kindern verlässliche, tragfähige Beziehungen herzustellen
  • die Gestaltung gemeinsamer Projekte zur intensiven und längerfristigen Auseinandersetzung mit wichtigen Themen und Lebenssituationen
  • die Bereitschaft unsererseits, verschiedene Wege und Methoden zu gehen, damit Kinder zu eigenen Ergebnissen kommen
  • Kinder durch unsere akzeptierende und respektvolle Haltung zu ermutigen, sich ihre Welt zu erschließen
  • Kindern Themen zu zumuten, die sie herausfordern Kindern durch Strukturen und Orientierung im Tagesablauf Sicherheit zu geben und so angebotene Freiräume zur individuellen Entwicklung voll auszuschöpfen
  • Eltern in der Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen
  • die Chancengleichheit von Familien unterschiedlicher sozialer und nationaler Herkunft zu ermöglichen

Qualität unserer Arbeit

Die Begleitung von Bildungsprozessen erfordert von uns ein hohes Maß an Qualifizierung und Kompetenz. Daher liegt ein Schwerpunkt unserer Arbeit auf Beratung, Fortbildung und Weiterentwicklung in diesem Bereich. Die Reflexion und Überprüfung unserer pädagogischen Praxis ist genauso, wie die Bereitschaft, uns auf eigene Bildungs- und Lernprozesse einzulassen, ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit.