AWO in Stormarn Menüdienst und Haushaltsservice
 

Kürzt den Kindern nicht die Zukunft! Uns reicht`s!

05.05.2010 13:01

 

Die Landes-Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände Schleswig Holstein protestiert gegen die geplanten Standardabsenkungen bei Gruppengröße und Personal sowie gegen die Abschaffung des beitragsfreien Kita-Jahres in Schleswig Holstein.

Die Arbeiterwohlfahrt wird am 10. Mai um fünf vor 12 Uhr mit einem Sternmarsch ihrer Kitas zum Ahrensburger Rathaus auf die immer schlechter werdenden Bedingungen für Kinder und Fachpersonal in den Stormarner Kitas aufmerksam machen. Eltern und Kinder weiterer Kindergärten werden ebenfalls kommen und protestieren. Landesweit werden weitere Protestaktionen der Wohlfahrtsverbände an diesem Tag stattfinden.

 

Sie fordern:

 

-Mehr Erzieher in den Einrichtungen.

Der Personalschlüssel in Schleswig Holstein hat sich in den letzten Jahren von 1:10 auf 1:16,7 verschlechtert. Der von der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin ermittelte Schwellenwert, der gute Bildungschancen für alle gewährleistet, liegt bei 1:8

 

-Bessere Ausbildung und mehr Ausbildungsplätze für Erzieher, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

 

-Schleswig Holstein muss mehr bezahlen. Der Finanzierungsanteil des Landes Schleswig Holstein ist laut Landesrechnungshof „konstant zurückgegangen…..und wird weiter sinken“.

 

-Einheitliche Gebühren und Sozialstaffeln im ganzen Land.

 

-Keine Streichung des beitragsfreien Kita-Jahres

 

Die Anforderungen an Kindertageseinrichtungen sind immer weiter gestiegen. Sie sollen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und zur Bildungsförderung und Persönlichkeitsentwicklung von Kindern beitragen.

Aufgaben, die Kindertageseinrichtungen erfüllen sind z.B: Die Umsetzung der Bildungsleitlinien, das Erstellen von Beobachtungsbögen, gezielte Sprachförderung, Zusammenarbeit mit Grundschulen, Beachtung und Umsetzung des gesetzlichen Schutzauftrages, interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Familienzentren und Frühförderstellen, Zusammenarbeit mit Familien, sowie Inklusion, also die Integration von Kindern mit besonderem Förderbedarf.

Werden die genannten Forderungen nicht eingelöst oder sogar noch weiter gekürzt, können die hohen geforderten Standards von den Kitas nicht mehr eingehalten werden.

 

Kontakt: Ulrike Reichle, Barbara Wohldorf, Annette Peters, Grit Hitzeroth Tel: 04102/ 2115448